21.03.19 3. Abonnementkonzert

3. Subscription concert
20:00 Uhr, Festsaal Ingolstadt

Mit Werken wie den drei „Gymnopédies“ hat Eric Satie eine radikal vereinfachte Musik geschaffen. 1888 für Klavier entstanden, sind die Stücke betont antiromantisch. Mit dieser Haltung wurde Satie ein Vordenker von Minimalismus, Jazz und Pop. Diese Einstellung teilt Satie zudem mit Maurice Ravel, Claude Debussy und den Komponisten der „Groupe des Six“. Deswegen erklingen in der ersten Hälfte – zwischen Werken von Ravel und verteilt – die drei „Gymnopédies“. Schon 1897 hatte Debussy eine Orchestrierung vorgelegt. Unter Ruben Gazarian spielt das GKO eine Bearbeitung für Streichorchester und Harfe des Dirigenten und Musikpublizisten von Benjamin-Gunnar Cohrs. In „Le Tombeau de Couperin“ hat Ravel die alte tönende Denkmal-Tradition aus Frankreich aufgegriffen, um sieben Freunden zu gedenken, die im Ersten Weltkrieg gefallen waren. Dabei reflektiert und bricht er den Barock-Stil Couperins. In der „Pavane pour une infante défunte“ gedenkt Ravel hingegen nicht einer „toten Prinzessin“, sondern greift das Bild „Las Meninas“ von Diego Velázquez von 1656/57 auf. Es zeigt eine tanzende Prinzessin. In „Epifania“ für Streichorchester von 2010 zitiert wiederum Peteris Vasks ein altes Volkslied aus seiner Heimat Lettland. Dagegen klingt der vielfach von Nazis und Stalinisten verfolgte Mieczysław Weinberg, ein Freund von Dmitri Schostakowitsch, gegen Ende seines Lebens ungewöhnlich heiter und gelöst: so in den vier Kammersinfonien von 1987/91.

Eric Satie: Trois Gymnopédies (Bearbeitung für Streichorchester und Harfe von Benjamin-Gunnar Cohrs)

Maurice Ravel: Pavane pour une infante défunte

Maurice Ravel: Le Tombeau de Couperin

Peteris Vasks: Epifania

Mieczysław Weinberg: Kammersinfonie Nr. 1 op. 145

19:10 Uhr findet die Konzerteinführung mit Marco Frei statt.

Ruben Gazarian, Leitung

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